Ein Nachruf zu Christine Nöstlinger

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»Ich habe gewisse Vermutungen darüber, was Kinder lesen wollen, und gewisse Vermutungen, was Kinder lesen sollten. Und dann habe ich noch das dringende Bedürfnis, mir gewisse Dinge von der Seele zu schreiben.“ Christine Nöstlinger

Die große Kinder- und Jugendbuchautorin starb im vergangenen Monat mit 81 Jahren.

Ich war 11 Jahre, als ich mein erstes Buch von Christine Nöstlinger las, Wir pfeifen auf den Gurkenkönig und habe sehr gelacht. Mein letztes Buch, Als mein Vater die Mutter der Anna Lachs heiraten wollte, habe ich vor wenigen Jahren gelesen. Christine Nöstlinger erzählte so leicht, freundlich und zugewandt über durchaus schwierige Themen, dass mir ihre Bücher immer Freude bereiteten. Jetzt verstarb Sie mit 81 Jahren in ihrer Heimatstadt Wien.

Christine Nöstlinger schrieb nicht nur Kinder- und Jugendbücher, sondern auch Glossensammlungen, die, ebenso humorvoll wie die Kinderbücher gehalten, das Leben als Frau, Mutter und Großmutter ins Visier nehmen, z.B. Werter Nachwuchs, Best of Mama oder in Mein Tagebuch. All ihre Bücher zeichnet die Verbindung von Mutterwitz und Engagement aus.

Sie war eine aufmerksame Autorin, der man kein X für ein U vormachen konnte. Über zwei ihrer Bücher lernt man Sie am besten kennen: Die feuerrote Friederike, ihr erstes Buch (auch von ihr selbst illustriert) und ihr bekanntestes Werk, Maikäfer flieg. Der Vater spielte in Christine Nöstlingers Leben die entscheidende Rolle, das kommt in beiden Büchern zum Ausdruck.

Veröffentlicht in Aktuelles am 23. Juli 2018


 

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